KONZERTE   Spielzeit 2019/2020
8. Philharmonische Konzert _ SEHNSUCHT | Stückbeschreibung | Karten bestellen

„Sehnsucht“
Daniel Klein dirigiert Werke russischer Meister
Asya Fateyeva Solistin in Glasunows Saxophon-Konzert

Kompositionen aus Russland stammender Meister erklingen im 8. Philharmonischen Konzert, das der 1. Kapellmeister der Theater und Orchester GmbH Daniel Klein leitet. Das Programm erzählt von Sehnsüchten und Leidenschaften. Auf Anregung seines Komponistenkollegen Mili Balakirew schrieb Peter Tschaikowski 1869 eine Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“, in der er musikalisches Entsprechungen für den Streit der beiden Adelshäuser Montague und Capulet, für die zum Scheitern verurteilte Liebe der beiden Protagnisten und für den gütigen Pater Lorenzo fand. Tschaikowskis erstes vollgültiges Instrumentalwerk wurde am 4. März 1870 unter der Leitung von Nikolai Rubinstein in Moskau uraufgeführt.

Alexander Glasunows Saxophon-Konzert entstand 1934 im Auftrag von Sigurd Raschér, der später das legendäre Raschér-Saxophonquartett ins Leben rufen sollte. Das an die russische Romantik anknüpfende Werk gehört seit seiner Uraufführung zum Standardrepertoire für das 1840 von Adolphe Sax entwickelte Musikinstrument. Interpretiert wird es von Asya Fateyeva, die 2011 schon einmal bei der Neubrandenburger Philharmonie gastierte.

1935/36, knappe 30 Jahre nach seiner Zweiten Sinfonie, wandte sich Sergej Rachmaninow ein letztes Mal der Gattung zu. Seine im US-amerikanischen Exil entstandene Dritte Sinfonie wurde 1936 vom Philadelphia Orchestra unter Leopold Stokowski uraufgeführt. Das Werk stieß bei seiner Premiere nur auf wenig Gegenliebe. In den USA, wo damals Moderne und Jazz Einzug hielten, musste Rachmaninow wie ein Fossil aus dem alten Russland wirken. Tatsächlich fühlte sich der Musiker noch immer als russischer Komponist, obwohl er schon seit den Wirren der Oktoberrevolution im westlichen Ausland lebte: „…das Land meiner Geburt hat mein Temperament beeinflusst und meine Weltanschauung. Meine Musik ist das Produkt meines Tempera­ments und so ist es russische Musik.“ Gegen eine „nationalistische“ Ausdeutung seines Werks durch russische Emigranten verwahrte er sich aber. - - - Eine vorurteilsfreie ästhetische Neubewertung der Musik des 20. Jahrhunderts dürfte auch dem Spätromantiker Rachmaninow zugutekommen.

KONZERTPROGRAMM
Peter Tschaikowski: „Romeo und Julia“, Fantasie-Ouvertüre
Alexander Glasunow: Konzert für Alt-Saxophon und Streichorchester Es-Dur op. 109
Sergej Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44

Solistin: Asya Fateyeva, Saxophon / Dirigent: Daniel Klein

Die Solistin: Asya Fateyeva, Saxophon
Die 1990 auf der Krim geborene Saxophonistin gehört zu den herausragenden Vertretern ihres Fachs. Als Sechsjährige begann die Tochter eines Profi-Fußballers mit Klavierunterricht bei Valentina Nikishina, mit zehn Jahren brachte ihr Lilija Russanowa die Tradition der französischen Saxophon-Schule in Simferopol nahe. Es folgten Studien am berühmten Gnessin-Institut in Moskau, Meisterkurse im französischen Gap und schließlich 2004 der Umzug nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik Köln ihre Ausbildung bei Prof. Daniel Gauthier fortsetzte. Als erste Frau erreichte sie 2014 das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz. Zwei Jahre zuvor hatte Asya den Ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn gewonnen.

Do 2.04.20, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  2.04.20, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 2.04.20, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  2.04.20, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 3.04.20, 19:30 Uhr
Unterwegs
Güstrow _ Ernst-Barlach-Theater

Fr  3.04.20, 19:30    Unterwegs
Güstrow _ Ernst-Barlach-Theater
 
So 5.04.20, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  5.04.20, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
Karten: Email / online