KONZERTE   Spielzeit 2019/2020
5. Philharmonisches Konzert | Stückbeschreibung | Karten bestellen
TEMPERAMENTE

Junge Spanierin interpretiert Brahms‘ Erstes Klavierkonzert

Brahms‘ Erstes Klavierkonzert besitzt mit einer 90 Takte umfassenden Orchesterintroduktion sowie einer Gesamtdauer von fast 50 Minuten nahezu sinfonische Dimensionen. Das ungewöhnliche, hochdramatische Werk ist partiell aus einer Sonate für zwei Klaviere hervorgegangen, deren Kopfsatz Brahms zu einer Sinfonie umformen wollte. Als das Sinfonieprojekt scheiterte, nutzte er das musikalische Material, um daraus den Eröffnungssatz seines Ersten Klavierkonzertes herzuleiten. Den zweiten und dritten Satz schrieb er aber völlig neu. Bei der Uraufführung 1859 in Hannover zollte das Publikum vor allem der pianistischen Leistung des Komponisten Respekt - Brahms übernahm selbst den wuchtigen, technisch anspruchsvollen Klavierpart unter Joseph Joachims Dirigat. Das Werk als solches überforderte jedoch seine Zeitgenossen. Die Zweitaufführung des Konzertes im konservativen Leipzig geriet zum Skandal: „… dieses Würgen und Wühlen, dieses Zerren und Ziehen, dieses Zusammenflicken und wieder Auseinanderreißen von Phrasen und Floskeln muß man über Dreiviertelstunde lang ertragen! Diese ungegohrne Masse muß man in sich aufnehmen und muß dabei noch ein Dessert von den schreiendsten Dissonanzen und mißlautendsten Klängen überhaupt verschlucken!“, wetterte der Rezensent der „Signale für die musikalische Welt“. Das Klavierkonzert konnte sich nur langsam, zusammen mit Brahms‘ wachsender Anerkennung als Komponist, durchsetzen.
Die im spanischen San Sebastian geborene Pianistin Judith Jauregui, die u. a. bei Vadim Suchanov am Richard-Strauss-Konservatorium in München studierte, wird das Sturm- und Drang-Konzert interpretieren.

Nach diesem emotional erregten Einstieg widmet sich die Neubrandenburger Philharmonie unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Unter dem Eindruck eines allegorischen Bildes hat der dänische Komponist Carl Nielsen seine Zweite Sinfonie geschrieben, die er „Die vier Temperamente“ betitelte. Allerdings schwebte ihm trotz außermusikalischer Inspiration keineswegs reine Programmmusik vor, vielmehr gilt für sein Schaffen ganz allgemein „Musik ist Leben.“ Schon bei seiner Uraufführung 1902 in Kopenhagen wurde die Sinfonie sehr positiv aufgenommen und gehört heute zu den beliebtesten Werken des Meisters.

Claus Efland, der wie Nielsen auf der dänischen Insel Fünen geboren wurde, wird das 5. Philharmonische Konzert der Neubrandenburger Philharmonie leiten.
Der international erfolgreiche Dirigent erhielt 2015 den Reumert Award, Dänemarks wichtigsten Theaterpreis für die Uraufführung von „Andre Bygninger“ (Andere Gebäude) des in Kalifornien geborenen Komponisten Andy Pape an der Oper Fünen mit dem Odense Symphony Orchestra. Die Produktion wurde zur Oper des Jahres ernannt.

KONZERTPROGRAMM:
Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Carl Nielsen: Sinfonie Nr. 2 op. 16 „Die vier Temperamente“

Do 9.01.20, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  9.01.20, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 9.01.20, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  9.01.20, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
So 12.01.20, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  12.01.20, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
Karten: Email / online
Fr 24.01.20, 19:30 Uhr
Unterwegs
Güstrow _ Ernst-Barlach-Theater

Fr  24.01.20, 19:30    Unterwegs
Güstrow _ Ernst-Barlach-Theater
 
Gastdirigent Claus Efland Solisten Judith Jáuregui | Neubrandenburger Philharmonie