REPERTOIRE   Spielzeit 2018/2019
Jenny Jannowitz | Stückbeschreibung | Karten bestellen
TRAGIKOMÖDIE von Michel Decar

„Man denkt ja immer, man würde etwas verpassen.“

Hamsterrad 2.0. Die moderne Arbeitswelt wird immer schneller. Immer erreichbar sein, auch nach Feierabend mit dem Handy für Konferenzen zur Verfügung stehen. Schnell mal nach Amerika für einen Termin jetten, am Abend wieder ein Arbeitsessen in Berlin. Der moderne Mensch wird immer mehr zum Arbeitstier. Die Globalisierung hat auch Einzug in die neuen Medien erhalten. Nachrichten erreichen uns über Newsticker und Push-Up-Nachrichten immer und überall, die entferntesten Länder sind durch das Fernsehen auf einmal ganz nah bei uns. Doch die Flut an Information führt auch zu Verwirrungen. In Zeiten sozialer Netzwerke fällt es immer schwerer zwischen Fake-News oder alternativen Fakten und echter Berichterstattung zu unterscheiden, Verschwörungstheorien nehmen immer mehr zu und verbreiten sich rasend schnell auf der ganzen Welt. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.
So geht es auch Karlo Kollmar, der gerade den ganzen Frühling verschlafen hat. Doch sein Chef dankt ihm für die geleistete Arbeit und schickt ihn in Urlaub. Seine Freundin wechselt den Namen, die Mutter die Liebhaber und sein bester Freund übernimmt nicht nur seinen Job sondern auch die Freundin. Während sich um Karlo herum alles immer schneller verändert trifft er auf der Suche nach einem Halt immer wieder auf Jenny Jannowitz. Sie ist die mystische Zauberin die schafft es, der Hektik entgegen zu treten und den Lauf der Zeit zu stoppen.
Michel Decars Tragikomödie über die aktuelle Entschleunigungsdiskussion erhielt 2014 den Kleist-Förderpreis.

Sa 16.02.19, 19:30 Uhr
Schauspielhaus Neubrandenburg
Saal
Karten: Email / online

Sa  16.02.19, 19:30    Schauspielhaus Neubrandenburg
Saal
 
Karten: Email / online
Regie Swentja Krumscheidt Ausstattung Kathlina Anna Reinhardt Dramaturgie Katrin Kramer mit Phillip Oliver Baumgarten| Anika Kleinke| Benjamin Muth| Josefin Ristau| Dirk Schmidt| Isolde Wabra