Oper von Georg Friedrich Händel
Text von Vincenzo Grimani
Besonders freundlich springt man zu Hause beim römischen Kaiser Claudius nicht miteinander um. Weil dessen Gattin Agrippina lieber ihren Sohn Nero auf dem Thron sehen möchte, zettelt sie nämlich eine Intrige nach der anderen an. Doch Nero ist auch nur ein Mensch und hat demnach seine Hormone nicht immer unter Kontrolle, so dass seine unerwiderte Leidenschaft für die schöne Poppea Agrippinas Pläne des öfteren durchkreuzt.
Einerseits mit einem ironischen Augenzwinkern, andererseits mit einem sensiblen Blick in die anrührenden Sphären der menschlichen Seele entwirft Georg Friedrich Händel in seiner Oper ›Agrippina‹ ein spannendes Sittengemälde aus dem alten Rom, das von seiner Aktualität freilich bis heute nichts eingebüßt hat.
Und so freut sich die Theater und Orchester GmbH, dass sie mit dem intimen Neubrandenburger Schauspielhaus aus dem 18. Jahrhundert dieser Oper, deren erfolgreiche Uraufführung 1709 den internationalen Durchbruch des damals 24jährigen Komponisten bedeutete, eine ideale Spielstätte bieten kann.