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Die Sache Makropulos | Stückbeschreibung | Presse
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Oper von Leos Janacek

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Text nach Karel Capeks gleichnamiger Komödie vom Komponisten

Janáceks Oper beginnt wie ein Krimi: Ein Jahrzehnte währender Erbschaftsstreit zwischen den Familien Prus und Gregor geht in die heiße Phase, ohne dass eindeutige Indizien die Entscheidung für eine der streitenden Parteien nahe legen würden. Doch da taucht auf einmal die gefeierte Operndiva Emilia Marty auf, die Dinge in dieser Angelegenheit zu berichten weiß, die eigentlich niemand wissen kann. Mit ihrem Auftreten wird der Krimi zur Liebestragödie: Albert Gregor und Baron Jaroslav Prus sind auf einmal nicht mehr nur Rivalen vor Gericht, sondern buhlen auch um die Gunst der Marty. Das Geflecht aus Liebe, Gerichtsakten, Leidenschaft und Kunst verwirrt sich immer mehr, wird immer rätselhafter und schließlich undurchdringbar. Was so realistisch begann, weitet sich schließlich zu einem fantastisch-spukhaften Menschheitsdrama, wenn Emilia Marty ihre wahre Identität offenbart: Als Tochter eines Alchemisten am Hofe Kaiser Rudolfs II. zwang man sie vor über dreihundert Jahren, ein von ihrem Vater gebrautes Elixier einzunehmen, das ewige Jugend versprechen sollte. Seitdem irrt sie durch die Welt, überlebte alle Menschen, die ihr etwas bedeutet haben und gelangte schließlich zu der versöhnlichen Erkenntnis, dass die den Menschen üblicherweise zugedachte Lebensspanne von rund siebzig Jahren vollkommen ausreichend ist, um ein erfülltes Dasein zu garantieren.
Der Komponist Leo¨ Janácek kleidet diese Geschichte in eine Tonsprache, die mit sezierender Schärfe und viel Einfühlungsvermögen die Seelenregungen der handelnden Personen Klang werden lässt. Dabei ist sie aber jederzeit mit ihrem spätromantisch-rauschhaften Gepräge von ungeheurer Sinnlichkeit. In Neustrelitz nahm sich, nachdem sie bereits in der vergangenen Spielzeit mit ihrer Inszenierung des "Fliegenden Holländers" bei Publikum und Presse viel Anklang fand, die renommierte Regisseurin Arila Siegert dieser 1926 in Brünn uraufgeführten Oper an.

Premiere war am 17.5.2008 im Landestheater Neustrelitz _ abgespielt: Jan. 2009

weitere Informationen auch unter: www.arila-siegert.de/knz

Gastdirigent Stefan Malzew Chorleitung Dr. Gotthard Franke | Musikalische Leitung: Stefan Malzew  |  Inszenierung: Arila Siegert  |  Ausstattung: Schmitt-Falkenberg  |  Chor: Gotthard Franke  |  Dramaturgie: Christoph Blitt  |  Mit: Francisco Almanza, Michael Junge, Ellen Susanne Kirchesch, Alexander Geller, Bernd Gebhardt, Sigurd Karnetzki, Sünne Peters, Sören Swart u.a.  |  Neubrandenburger Philharmonie