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Der Vogelhändler | Stückbeschreibung | Presse
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Operette von Carl Zeller

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In einer Spielzeit, die sich intensiv mit der Operette und deren unterschiedlichen Spielarten auseinandersetzt, darf ein entsprechendes Finale bei den alljährlich im Sommer stattfindenden Schlossgartenfestspielen nicht fehlen. Da ist Carl Zellers "Der Vogelhändler" genau das richtige Werk. Nicht nur, weil sich dessen turbulente Handlung teilweise tatsächlich in einem herrschaftlichen Park abspielt, sondern auch, weil hier romantisches Sentiment und sympathischer Humor eine genussreiche Mischung eingehen. Ganz zu schweigen von den "Hits", von denen sich in dieser Operette einer an den anderen reiht. Die Popularität dieser Nummern spricht nicht allein für die Beliebtheit, die diese Operette genießt, sondern auch für die kompositorische Qualität von Zellers Partitur. Die Uraufführung des "Vogelhändlers" 1891 in Wien markiert den letzten Höhepunkt der sogenannten "Goldenen Wiener Operette", denn auf solch einen Wurf konnte kaum noch etwas Besseres folgen. Zeller leugnet dabei keinesfalls den Einfluss, den Johann Strauss (mit s) seinen Operetten bei ihm hinterlassen hat, besitzt aber genug eigene Persönlichkeit und Können, um gegenüber dem großen Vorbild bestehen zu können. Nicht unwesentlichen Anteil an dem Erfolg des "Vogelhändlers" hatten aber auch Zellers Librettisten Moritz West und Ludwig Held, die in ihrer Handlung um den Tiroler Vogelhändler Adam, der auf seiner Reise in die Pfalz erst nach zahlreichen Hindernissen zu seiner Briefchristel findet, alles aufboten, was eine Operette abwechslungsreich gestaltet. So entwickelten sie ein Verwirrspiel mit verkleideten Adligen, humorigen Hofbeamten und einfühlsamen Landleuten, das voller Überraschungen und komischen Wendungen steckt und so das Publikum bis zum großen Finale zu fesseln vermag.

Freilicht-Premiere: am 7. Juli 2006 im Schlossgarten Neustrelitz

MUSIKALISCHE LEITUNG: Jens Troester  |  REGIE: Jürgen Pöckel  |  AUSSTATTUNG: Roy Spahn  |  KOSTÜME: Kordula Stövesand  |  CHORLEITUNG: Gotthard Franke  |  CHOREOGRAPHIE: Thomas Vollmer  |  DRAMATURGIE: Christoph Blitt  |  SÄNGER: Gabriele Borowy (Adelaide), Sigurd Karnetzki (Baron Weps), Stefan Livland (Adam), Alec Otto (Stanislaus), Regine Sacher (Kurfürstin), Daniela Stuckstette (Briefchristel), Stefan Burmester (Scharrnagel), Hartmut Engler (Professor Süffle), Dieter Köplin (Professor Würmchen), Mario Thomann junior (Hoflakai Quendel), Mario Thomann (Dorfschulze Schneck), Sylke Kamin (Emmerenz)  |  OPERNCHOR und Extrachor  |  Deutsche Tanzkompanie  |  Statisterie | Reiterhof Zachmann