KONZERTE   Spielzeit 2017/2018
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3. Philharmonisches Konzert | Stückbeschreibung | Karten bestellen
LENINGRAD / ST. PETERSBURG

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Petersburger Premieren: Werke von Verdi, Schnittke und Schostakowitsch
KONZERTPROGRAMM:
Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper „Die Macht des Schicksals“
Alfred Schnittke: Konzert für Klavier und Streichorchester
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Einem kleinen Kapitel russischer Musikgeschichte geht die Neubrandenburger Philharmonie in ihrem 3. Anrechtskonzert nach. Zur Aufführung gelangen Werke, die einst in St. Petersburg bzw. Leningrad Premiere hatten. Da ist es naheliegend, dass Musik russischer bzw. sowjetischer Komponisten in den Fokus gerät. Doch auch Giuseppe Verdis Oper „Die Macht des Schicksals“ ging hier zum allerersten Mal über die Bühne und wurde stürmisch gefeiert! Besondere Popularität erlangte die Ouvertüre, die vom Schicksalsmotiv aus der Oper getragen wird. Sie wird den Konzertabend eröffnen.

Die Musik Alfred Schnittkes, eines deutsch-russischen Komponisten mit jüdisch-lettischen und wolgadeutschen Wurzeln, fand in der westlichen Welt schneller Anerkennung als seinerzeit in der UdSSR. Nach einer seriellen Phase fand der Komponist zu einer eigenen Musiksprache, die er selbst als „Polystilistik“ bezeichnete. Das 1979 in Leningrad uraufgeführte Klavierkonzert repräsentiert bereits Schnittkes individuelle Schreibart. Hier kommen unterschiedlichste Stilmittel zum Einsatz: Schlichte repetitive Motive, Melodien und Rhythmen kontrastieren mit seriellen Passagen und Clustern. So entsteht ein facettenreiches, emotional sehr bewegendes Ganzes. Für den musikalisch und technisch anspruchsvollen Solopart konnte Markus Schirmer gewonnen werden, der 2009 mit Tschaikowskis 1. Klavierkonzert sein Können unter Beweis stellte.
Der aus Graz stammende Pianist studierte u. a. bei Rudolf Kehrer, Karl-Heinz Kämmerling und Paul Badura Skoda. Nachdem er eine Reihe internationaler Wettbewerbe gewann, eroberte er die wichtigsten Konzertpodien und Festivals im Sturm. So gab er in Wien, London, Brüssel, München, Leipzig und Berlin Recitals und gastierte beispielsweise beim Rheingau Musik Festival, den Bregenzer Festspielen, dem Klavierfestival Ruhr, dem Lucerne Festival, dem IGNM-Weltmusikfestiva. Als Solist arbeitet er mit so bedeutenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem English Chamber Orchestra, der Sinfonia Varsovia und diversen Radio-Sinfonieorchestern zusammen.

Dmitri Schostakowitsch lebte viele Jahre in der Angst, den Stalinschen „Säuberungen“ und „Schauprozessen“ zum Opfer zu fallen. 1936 war in der Prawda ein Verriss seiner Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ erschienen, was unter den damaligen Verhältnissen eine „unmittelbare Lebensbedrohung darstellen konnte“, wie Isaak Glikman, ein Vertrauter des Komponisten, berichtet. 1948 wurde die Kritik an Schostakowitsch staatlicherseits erneuert. Kein Wunder, dass ihm die Arbeit an seiner neuen Sinfonie, der nunmehr Zehnten, äußerst schwerfiel. Nach der Uraufführung, die am 17. Dezember 1953 in Leningrad unter Leitung von Jewgeni Mrawinski zustande gekommen war, befasste sich der Komponistenverband drei Tage lang mit dem Werk. Auch kurz nach Stalins Tod wirkte dessen ästhetische Doktrin nach, verteidigt insbesondere von Kulturkommissar Shdanow. Eine positive Neubewertung seines Schaffens erfolgte teilweise in der sog. „Tauwetter“-Periode unter Chruschtschow…

PRÄLUDIUM am Donnerstagabend in der Konzertkirche:
KMD Martin Ohse und Kantorin Angelika Ohse (Güstrow) werden das Neubrandenburger Konzert mit einem Orgelstück eröffnen.

Konzerteinführung / Künstlergespräch
9. November 2017, 18.45 Uhr, Turmzimmer / Konzertkirche Neubrandenburg

Do 9.11.17, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  9.11.17, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 9.11.17, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  9.11.17, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 10.11.17, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  10.11.17, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
So 12.11.17, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  12.11.17, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
Karten: Email / online
Musikalische Leitung GMD Sebastian Tewinkel | Neubrandenburger Philharmonie / Solist: Markus Schirmer, Klavier / Orgelvorspiel: KMD Martin Ohse und Kantorin Angelika Ohse (Güstrow)