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Verehrte Damen und Herren,
Die Kulturen unserer Welt sind so unterschiedlich, dass es kaum möglich ist, ihnen im Laufe eines Lebens allen zu begegnen. Viele regionale Besonderheiten bleiben zudem ihrem Herkunftsland vorbehalten, ja, sie mögen gar befremdlich wirken, wenn sie außerhalb ihres originären Umfeldes erscheinen. Umso erstaunlicher ist es, wenn es künstlerische Ausdrucksformen gibt, die in ihrer Universalität eine weitestgehend erdumspannende Allgemeingültigkeit erlangen.
Bei der klassischen mitteleuropäischen Musik handelt es sich um ein solches Phänomen. Sie wird an vielen Orten mehr und mehr erkannt als ein soziale Kompetenz stiftendes und Lebensfreude spendendes Element.
Wenn sich Menschen mit für uns fremdem kulturellen Hintergrund unserer Tradition nähern, öffnen sie uns dadurch Zugange zu ihrer eigenen jeweiligen Kultur und durch die Vermischung beider Wahrnehmungsarten entstehen neue Sichtweisen auf scheinbar Vertrautes. 1972 erst war es, dass China und Deutschland diplomatische Beziehungen aufnahmen. 2012 ist aus diesem Anlass zum Jahr des deutsch-chinesischen Kulturaustausches erklärt worden. Das Reich der Mitte stellt ein Fünftel der Weltbevölkerung und verfügt über eine der ältesten kulturellen Traditionen der menschlichen Geschichte.
Mit den Kunstlern chinesischer Herkunft, die in der kommenden Saison unseren Konzertplan bereichern werden, dürfen wir gespannt sein auf hochrangige Musiker, die sich aus ihrer Herkunft heraus unserer musikalischen Tradition nähern. Heißen wir unsere Gaste willkommen und nehmen wir sie zum Anlass, unsere Wahrnehmung in die Welt zu öffnen.
Herzlichst, Ihr
GMD Stefan Malzew
Chefdirigent
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