KONZERTE   Spielzeit 2017/2018
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Philharmonische Konzerte

5. Philharmonisches Konzert: WARSCHAU

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Warschauer Musikgeschichte(n) - exzellente Chopin-Interpretin eingeladen
KONZERTPROGRAMM:
Stanislaw Moniuszko: Mazurka aus der Oper „Halka“
Frederic Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
Witold Lutoslawski: Konzert für Orchester

Im Januar rekrutiert sich das Programm des Philharmonischen Konzertes aus Werken, die in Warschau uraufgeführt wurden. Die Konzertleitung liegt in bewährter Weise in den Händen von GMD Sebastian Tewinkel.

Mit seiner Oper „Halka“ avancierte Stanisław Moniuszko Mitte des 19. Jahrhunderts zum „Vater der Polnischen Nationaloper“. Scheinbar traf der Komponist mit seiner tragischen Geschichte um ein einfaches Bauernmädchen, das von einem reichen Edelmann verführt und verlassen wurde, den Nerv seiner unter der Herrschaft fremder Mächte leidenden Landsleute. Polen war damals politisch unter den Habsburgern, Russen und Preußen aufgeteilt. Umso wichtiger wurden Kunst und Kultur für die Wahrung der nationalen Identität. Nicht von ungefähr hat Moniuszko in seiner Oper traditionelle polnische Tänze einfließen lassen. Besonders populär wurde die Mazurka aus seiner „Halka“.

Die 1990 in den USA geborene chinesisch-stämmige Pianistin Claire Huangci verdankt gewissermaßen Chopins Musik ihren künstlerischen Durchbruch: 2009 erhielt sie den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt und ein Jahr später gewann sie beim Chopin-Wettbewerb in Miami. Ein weiterer Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn war der 2. Preis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb 2011. Claire Huangci besuchte zunächst das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie von Eleanor Sokoloff und Gary Graffman unterrichtet wurde. 2007 wechselte sie zu Arie Vardi an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, dem sie inzwischen im Rahmen einer Assistenz zur Seite steht. Als Solistin arbeitete die Pianistin bereits mit so renommierten Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), dem Münchner Kammerorchester, dem China Philharmonic Orchestra sowie der Vancouver, Santa Fe, Istanbul State und Moscow Radio Symphony zusammen. Mit den Neubrandenburger Philharmonikern wird sie Chopins brillantes e-Moll-Klavierkonzert zelebrieren, das der polnische Klaviermagier 20jährig komponiert und in Warschau uraufgeführt hat.

Witold Lutoslawski wurde schon früh als „Klassiker der Moderne“ apostrophiert. Sein Konzert für Orchester repräsentiert indes eine andere, vorausgegangene Schaffensphase seiner künstlerischen Entwicklung, in der der Folklorismus eine große Rolle spielte: „Die Folklore war hier jedoch nur Rohstoff, der zum Bau einer großen, mehrsätzigen musikalischen Form diente, welche sich absolut weder vom Volkslied noch Volkstanz ableiten ließ. Auf diese mir selbst unerwartete Weise entstand als Teilresultat meiner ja ganz episodischen Symbiose mit der Folklore ein Werk, das ich nicht umhin kann, zu den wichtigsten Ereignissen meiner kompositorischen Arbeit zu rechnen." soweit Lutoslawski. Geschrieben hat er das Konzert auf Anregung des Dirigenten Witold Rowicki, der für seine nach dem Krieg wieder gegründete Warschauer Philharmonie ein attraktives Stück suchte. Das Werk hat Lutoslawski vier Jahre lang beschäftigt! Uraufgeführt wurde es am 26. November 1954 in Warschau unter Leitung von Witold Rowicki.

PRÄLUDIUM am Donnerstagabend in der Konzertkirche:
Für das Orgelvorspiel in Neubrandenburg konnte Christiane Drese, Kreiskantorin an der St. Georgenkirche Waren / Müritz, gewonnen werden.

Konzerteinführung / Künstlergespräch
11. Januar 2018, 18.45 Uhr, Turmzimmer / Konzertkirche Neubrandenburg

Musikalische Leitung: GMD Sebastian Tewinkel
Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie / Solistin: Claire Huangci, Klavier / Orgelvorspiel: Christiane Drese

Do 11.01.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  11.01.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 11.01.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  11.01.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 12.01.18, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  12.01.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
So 14.01.18, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  14.01.18, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
Karten: Email / online


6. Philharmonisches Konzert

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BEETHOVEN I, Haydn, Hartmanns Violinkonzert

Play & conduct! Violinistin Antje Weithaas leitet das Philharmonisches Konzert
KONZERTPROGRAMM:
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 44 e-Moll Hob I:44 „Trauersinfonie“
Karl Amadeus Hartmann: Concerto funebre für Solo-Violine und Streichorchester
Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

(avz) Lang, lang ist’s her: bereits in den frühen 1990er Jahren gastierte Antje Weithaas bei der Neubrandenburger Philharmonie, die damals noch von Romely Pfund als Chefdirigentin geleitet wurde. 1988 hatte die Geigerin als 1. Preisträgerin beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig von sich reden gemacht, drei Jahre später gewann sie den Joseph-Joachim-Wettbewerb in Hannover gewonnen… Seither hat sie als Solistin und Kammermusikerin weltweit Furore gemacht. Neben solistischen und kammermusikalischen Auftritten musizierte Antje Weithaas seither mit zahlreichen renommierten Klangkörpern, so z. B. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, der San Francisco Symphony und dem BBC Symphonie Orchestra. Hohes Ansehen genießt die Musikerin auch als Violinpädagogin; sie unterrichtet als Professorin an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin. Seit der Saison 2009/10 ist die Geigerin künstlerische Leiterin des Kammerorchesters Camerata Bern und leitet vom Pult der Konzertmeisterin aus sogar großformatige Werke wie die Sinfonien Beethovens!
So wird sie mit der Neubrandenburger Philharmonie die Erste Sinfonie des Wiener Maestros zur Aufführung bringen. Das Werk, das Beethoven 30jährig vollendet hatte, begeisterte schon damals das Publikum und wurde für originell und gelungen befunden. Das strahlende C-Dur Beethovens steht in großem Kontrast zum ernsten e-Moll der Haydn-Sinfonie, die den Konzertabend eröffnet. Jene Sinfonie Nr. 44 gehört zu einer Gruppe von Werken, die aus der so genannten „Sturm und Drang“-Periode Joseph Haydns stammen und für die eine gewisse Experimentierfreude des Komponisten charakteristisch ist. Das Werk wurde unter dem Titel „Trauersinfonie“ bekannt. Die Bezeichnung geht allerdings nicht auf Haydn zurück. Doch es wird erzählt, der Komponist habe sich zu seiner Beerdigung das Adagio aus der e-Moll-Sinfonie gewünscht.

Zweifellos Trauerarbeit leistet Karl Amadeus Hartmann in seinem Concerto funebre für Violine und Streichorchester, in dem Antje Weithaas neben der künstlerischen Leitung auch den Solopart übernimmt. Der Komponist war überzeugter Antifaschist und zog sich während der NS-Diktatur in die innere Emigration zurück. Mit seinem 1939 entstandenen Violinkonzert hat er sich Trauer, Verzweiflung und Wut von der Seele geschrieben. Hartmann selbst sprach von einer „Todesmusik für die Opfer des Großdeutschen Weltherrschaftswahns“. Hoffnung und Trost spricht aus den beiden Chorälen, die er in seinem Concerto verarbeitet. Im Schlusssatz zitiert Hartmann den während der Russischen Revolution von 1905 gesungenen Trauermarsch „Unsterbliche Opfer, ihr sanket dahin“. Das Werk durfte seinerzeit in Deutschland nicht gespielt werden. Immerhin kam 1940 eine Aufführung in St. Gallen zustande.

Konzerteinführung / Künstlergespräch
8. Februar 2018, 18.45 Uhr, Turmzimmer / Konzertkirche Neubrandenburg

PRÄLUDIUM am Donnerstagabend in der Konzertkirche:
Hannes Ludwig, Prenzlau, Kreiskantor und Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche Berlin/Brandenburg – Schlesische Oberlausitz

Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie / Leitung: Antje Weithaas, Violine / Orgelvorspiel: Hannes Ludwig

Do 8.02.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  8.02.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 8.02.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  8.02.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 9.02.18, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  9.02.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
So 11.02.18, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  11.02.18, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
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7. Philharmonisches Konzert _ WIEN

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Musikstadt Wien! Werke von Mozart und Bruckner

KONZERTPROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“

(avz) In Wien haben mehr berühmte Komponisten gelebt als in irgendeiner anderen Stadt. Nach dem klassischen Dreigestirn Haydn, Mozart und Beethoven führten später im Zeitalter der Romantik Brahms, Bruckner und Mahler die Kunstmusik zu einer weiteren Blüte. Qualitativ hochwertige Unterhaltungsmusik - Wiener Walzer und Operette - komponierten Johann Strauß & Co an der schönen blauen Donau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete Arnold Schönberg hier auch seine kontrovers diskutierte Zwölftonmusik… Viele Namen wären zu ergänzen. Dass somit auch die Liste der Werke, deren Aufführungsgeschichte auf das engste mit der Stadt Wien verbunden ist, lang ist, leuchtet ein.

Die Neubrandenburger Philharmonie hat aus dem reichhaltigen Musikrepertoire der alten Kaiserstadt Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert und die 4. Sinfonie von Anton Bruckner, die sogenannte „Romantische“, ausgewählt. GMD Sebastian Tewinkel obliegt die Leitung des Wiener Abends. - Mozarts 1791 fertiggestelltes Klarinettenkonzert gilt als d a s Klarinettenkonzert schlechthin. Die Komposition war für einen ganz bestimmten Solisten gedacht, nämlich für den Klarinettisten Anton Stadler, der wie Mozart Freimaurer war und schon seit ca. 1784 zu dessen Freundeskreis gehörte. Dass es sich bei dem Konzert keineswegs um ein Gelegenheitswerk handelt, macht schon die halbstündige Spieldauer deutlich. Mozart arbeitete mit Hingabe an dem Klarinettenkonzert, lotete den Klangfarbenreichtum und die Behändigkeit des Blasinstruments aus, dem er einen transparent gehaltenen Orchesterpart zur Seite stellte. Der Solopart wurde von Mozart übrigens für die von Anton Stadler kreierte, im Tonumfang nach unten erweiterte Bassettklarinette konzipiert. Die heute übliche Fassung für moderne Klarinette weist einige Oktavversetzungen auf. Das wunderschöne, teilweise von einer zarten Melancholie durchzogene Werk wird von Bettina Aust interpretiert. Die Klarinettistin gewann 2015 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, nachdem sie bereits im Vorjahr mit dem 1. Preis sowie fünf Sonderpreisen beim Internationalen Musikwettbewerb Markneukirchen ausgezeichnet wurde. Seit 2014 ist sie als Soloklarinettistin bei den Augsburger Philharmonikern engagiert.
Anton Bruckners 4. Sinfonie gehört neben seiner 7. zu den meistgespielten Werken des Maestros. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das mit seinen Hornrufen an eine Jagdszene erinnernde Scherzo.

PRÄLUDIUM am Donnerstagabend in der Konzertkirche:
KMD Prof. Jochen A. Modeß, Domkantor und künstlerischer Leiter der Greifswalder Bachwoche

KONZERTEINFÜHRUNG / Künstlergespräch
8. März 2018, 18.45 Uhr, Turmzimmer der Konzertkirche Neubrandenburg

Mit freundlicher Unterstützung durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.

Musikalische Leitung: GMD Sebastian Tewinkel
Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie / Solistin: Bettina Aust, Klarinette / Orgelvorspiel: KMD Prof. Jochen A. Modeß, Greifswald

Do 8.03.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  8.03.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 8.03.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  8.03.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 9.03.18, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  9.03.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 


8. Philharmonisches Konzert

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BEETHOVEN V, Sibelius‘ Violinkonzert, Kagel

Neubrandenburger Konzertmeisterin als Solistin in Sibelius‘ Violinkonzert
KONZERTPROGRAMM:
Mauricio Kagel: 10 Märsche um den Sieg zu verfehlen (Auswahl)
Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

(avz) Arn Goerke, seines Zeichens Musikdirektor und Chefdirigent am Hofer Theater, dirigiert als Gast das 8. Philharmonische Konzert. Unter seiner Leitung findet der kleine Beethoven-Zyklus der laufenden Saison seine Fortsetzung. Zur Aufführung gelangt die „Fünfte“, die so genannte Schicksalssinfonie des Wiener Klassikers. Neben dem berühmten pochenden Motiv ist es wohl die „Durch Nacht zum Licht“ führende Gesamtdramaturgie, die damals wie heute das Konzertpublikum fasziniert. Trotz einiger kritischer Anmerkungen galt die Sinfonie von Anfang an als „genial, einzigartig, phantasievoll“.

Eine völlig andere Dramaturgie verfolgt Mauricio Kagel in seinen "10 Märschen um den Sieg zu verfehlen". Nicht die Bündelung der Kräfte ist hier das gewünschte Ziel, sondern es hat vielmehr den Anschein, dass sich die Musik durch falsche Betonungen und Rückungen immer wieder selbst ein Bein stellt (Claus Spahn). Die „10 Märsche, um den Sieg zu verfehlen“ sind 1979 als Zwischenspiele für das Hörspiel „Der Tribun“ entstanden, in dem Kagel 700 Floskeln politischer Führer aller Couleur zu einer chaplinesken Größenwahn-Rede zusammengefügt hat.

Herzstück des Konzertabends ist Jean Sibelius‘ spätromantisches Violinkonzert, dessen hochvirtuosen Solopart Elsa Claveria, die Erste Konzertmeisterin der Neubrandenburger Philharmonie, einstudiert hat.

KONZERTEINFÜHRUNG / Künstlergespräch
5. April 2018, 18.45 Uhr, Turmzimmer der Konzertkirche Neubrandenburg



Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie _ Solistin: Elsa Claveria, Violine _ Dirigent: Arn Goerke

Do 5.04.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  5.04.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 5.04.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  5.04.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Fr 6.04.18, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  6.04.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
So 8.04.18, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  8.04.18, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
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9. Philharmonisches Konzert _ LEIPZIG

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Leipziger Komponisten: Wagner, Schumann, Mendelssohn

KONZERTPROGRAMM:
Richard Wagner: Vorspiel zur Oper „Meistersinger von Nürnberg“ WWV 96
Robert Schumann: Konzertstück für 4 Hörner und großes Orchester F-Dur op. 86
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11

Solisten: Christoph Eß
Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie / Solisten: GERMAN HORNSOUND mit Christoph Eß _ artist in residence, Timo Steininger, Sebastian Schorr, Stephan Schottstädt, Dirigent: Fred Buttkewitz

Do 3.05.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  3.05.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 3.05.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
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Do  3.05.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
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Fr 4.05.18, 19:30 Uhr
Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Fr  4.05.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
So 6.05.18, 18:00 Uhr
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
Karten: Email / online

So  6.05.18, 18:00    Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
 
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10. Philharmonisches Konzert

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Sinfonisches Saisonfinale mit HAYDN und MAHLER

Das von GMD Sebastian Tewinkel geleitete Programm wird von Haydns Sinfonie Nr. 26 eröffnet, die den Titel „Lamentatione“ („Klage“) trägt. Wie der US-amerikanische Musikologe H. C. Robbins Landon herausfand, werden in dem Werk Melodien aus einem österlichen Passionsspiel zitiert. Von allen übrigen Haydn-Sinfonien ist seiner Ansicht nach keine wirkungsvoller in ihrem unglaublich kräftigem Ausdruck, keine tragischer, keine emotionaler (und daher romantischer) in ihrer Konzeption! Das 1768 entstandene Werk repräsentiert die Sturm-und-Drang-Phase des Altmeisters der Wiener Klassik.

Mehr als 100 Jahre liegen zwischen Haydns „Lamentatione“-Sinfonie und Mahlers „Fünfter“, die den Konzertabend mit 70minütiger Dauer und üppigem Orchesterapparat dominiert. Während die Sinfonie zu Lebzeiten des Komponisten auf wenig Verständnis stieß, gehört sie heute zu dessen beliebtesten Orchesterwerken. Zur Popularität der Sinfonie hat nicht zuletzt Luchino Viscontis Film „Tod in Venedig“ (1971) beigetragen, in dem das Adagietto eine große Rolle spielt. Allerdings hat der zart-verträumte Sinfoniesatz durch Visconti eine Umdeutung erfahren: Während er von Mahler als Liebeserklärung an Alma Schindler gedacht war, dient er in der Verfilmung der Thomas-Mann-Novelle als Chiffre für Trauer und Abschied.
Hatte sich Gustav Mahler in seinen ersten vier Sinfonien musikalisch mehr oder weniger deutlich auf sein Liedschaffen bezogen und somit auch inhaltliche Fährten gelegt, so scheint es sich bei seiner 1904 in Köln uraufgeführten „Fünften“ um absolute Musik zu handeln. Doch auch ohne konkrete Textvertonungen besitzt das hochemotionale, expressive Werk zweifellos eine semantische Ebene. Vom eröffnenden Trauermarsch über den stürmischen zweiten Satz und das vitale Scherzo mit seinen involvierten Walzerrhythmen bis hin zum weltentrückt-schönen Adagietto und den jubelnden Bläsern im Finale eröffnet sich dem Hörer der gesamte Kosmos menschlicher Existenz. Abrupte Stimmungswechsel suggerieren dabei, dass Freud und Leid nah beieinanderliegen. Mahler lässt die Polyphonie des Lebens zu uns sprechen!

KONZERTPROGRAMM
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 26 d-Moll Hob I:26 „Lamentatione“
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Musikalische Leitung: GMD Sebastian Tewinkel
Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie

Mi 6.06.18, 19:30 Uhr
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Ernst-Barlach-Theater Güstrow

Mi  6.06.18, 19:30    Unterwegs
Ernst-Barlach-Theater Güstrow
 
Do 7.06.18, 10:00 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
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Do  7.06.18, 10:00    Konzertkirche Neubrandenburg
 
Karten: Email / online
Do 7.06.18, 19:30 Uhr
Konzertkirche Neubrandenburg
Karten: Email / online

Do  7.06.18, 19:30    Konzertkirche Neubrandenburg
 
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