Werke von Kilar, Schneider und Brahms
Wojciech Kilar: Orawa
Enjott Schneider: „Veränderungen“. Konzert für Sheng (Mundorgel) und Orchester
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Klassisch und innovativ zugleich startet die Neubrandenburger Philharmonie in die neue Saison: Mit Brahms’ Erster Sinfonie steht ein Werk auf dem Programm, das an Beethoven und die Wiener Klassik anknüpft. Fast anderthalb Jahrzehnte hatte der Komponist um diese Opus gerungen. Beim Publikum fand die Sinfonie sofort freundliche Aufnahme und der Dirigent Hans von Bülow nannte sie gar „Beethovens Zehnte“. In der Tat gibt es so manche Parallele zum großen Vorbild – angefangen von der „Durch Nacht zum Licht“-Dramaturgie bis hin zum hymnischen Finale, das an den Schlusschor aus der „Neunten“ denken lässt. Hinsichtlich der Harmonik, Rhythmik und Vielschichtigkeit der Themen unterscheidet sich Brahms’ Sinfonie jedoch bereits deutlich von Beethovens Musik... Wojciech Kilar (geb. 1932) hat sich vor allem als Filmkomponist einen Namen gemacht. Er lieferte u. a. die Soundtracks zu Roman Polanskis Streifen „Der Pianist“ und Der Tod und das Mädchen“. Im Bereich der so genannten „E-Musik“ gehört er neben Krzysztof Penderecki und Henryk M. Górecki zu den führenden Repräsentanten der polnischen Gegenwartsmusik. Kilar bezieht in seine Werke sowohl Collagetechniken, Cluster als auch einfache volksliedhafte Melodik ein. Sein Orchesterstück „Orawa“ (1986), benannt nach einer Region in den Karpaten an der polnisch-slowakischen Grenze, steht mit seinen rhythmischen Wiederholungsmustern der Minimal Music nahe. Auch Enjott Schneider (geb. 1950) hat sich erfolgreich der Filmmusik gewidmet; so schrieb er beispielsweise die Musik zu „Marienhof“, „Stalingrad“, „Schlafes Bruder“ und „Stauffenberg“. Doch umfasst sein Schaffen ein weitaus größeres Spektrum als Filmkompositionen. Enjott Schneider schreibt ebenso Opern, Musicals, Orchester- und Kammermusik. Dank ihrer Expressivität kann sich seine Musik existentiellen Themen widmen und vermag es, Klang und Bedeutung, Musik und Inhalt zu verbinden. Sein 2003 entstandenes Konzert „Veränderungen“ für Sheng (Mundorgel) und Orchester nimmt Bezug auf altchinesische Texte des „I GING“ („Buch der Wandlungen“). Seine drei Sätze entsprechen einigen der acht Triagramme: „TSCHEN“ ist der Erwecker, der Donner, dem die Eigenschaften des Provokativen, Heftigen, des ungestümen Wachsens zugeordnet sind. „KANN“ als Tiefe und Abgrund hat als Bild das Wasser, dem der Mond und alles Geheimnisvolle, schwer zu Verstehende und Melancholische entspricht (folgerichtig basiert dieser Satz auf einer 12-Ton-Reihe und einer verschobenen spiegelsymmetrischen Rhythmik). „TOUEI“ ist das Vergnügen, die Freunde, das Glück, die heitere Ruhe, dem das Bild des Sees entspricht. Schneider geht es in seinem Konzert nicht darum, asiatische Vorbilder in Rhythmik oder Melodik zu imitieren, vielmehr bleibt sein Tonmaterial eher in den Sprachkonventionen der westlichen Musik verankert. Der Brückenschlag zur chinesischen Musik gelingt vor allem durch den Einsatz der Sheng - eines der ältesten Musikinstrumente. Der in Berlin lebende Sheng-Virtuose Wu Wie beherrscht dieses ihm gewidmete Werk mit stupender Musikalität.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Wu Wei
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Do
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16.09.10, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Do
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16.09.10, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Fr
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17.09.10, 19:30
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Unterwegs
( Ernst-Barlach-Theater-Güstrow)
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So
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19.09.10, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
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Werke von Dvorák, Paganini, Berlioz
Antonín Dvorák:“Die Mittagshexe“ op. 108
Nach einer Volkssage von Jaromir Erben
Niccoló Paganini: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14
Ziemlich „verhext“, das Programm des 2. Anrechtskonzertes: Animiert von einer der Volkssagen, die der tschechische Dichter Jaromir Erben 1853 publiziert hatte, schrieb Antonin Dvorák am Ende seines Orchesterschaffens die spannend-schaurige Sinfonische Dichtung „Die Mittagshexe“. Erzählt wird die Geschichte einer entnervten Mutter, die das Geschrei ihres Kindes nicht mehr ertragen kann. Als alle Maßregelungen nicht helfen, droht sie mit der Mittagshexe. Und die kommt tatsächlich und will das Kind mit sich fortnehmen... Dvorák hat für die erschütternde Geschichte analoge musikalische Mittel gefunden. Die damaligen Rezensenten haben ihm des öfteren vorgeworfen, er habe in seinen Sinfonischen Dichtungen primitiv „Stück für Stück, Tact für Tact“ die Musik neben dem Programm „fortgeschoben“. Doch mit welcher künstlerischer Meisterschaft Dvorák „gedichtet“ hat und dabei wiederum „autonome“ Musik geschaffen hat, ist ihnen offenbar entgangen! – Als „Teufelsgeiger“ ist Niccoló Paganini in die (Musik-)Geschichte eingegangen. Seine Auftritte versetzten das Publikum europaweit in Raserei und Verzückung. Allein schon seine Erscheinung – seine hagere Gestalt mit dem scharf geschnittenen Gesicht und dem fliegenden Haar – war von dämonischer Wirkung. Seine schier grenzenlose Virtuosität erregte Aufsehen. Dank der außergewöhnlichen Dehnbarkeit seiner linken Hand sowie durch die enorme Beweglichkeit seiner Finger konnte Paganini zuvor nie gehörte Kunstgriffe wie Doppeloktaven auf einer einzigen Saite oder Doppelflageolett-Töne realisieren. Seine Kompositionen stellen eine außerordentliche Herausforderung für den Interpreten dar. Kristof Barati, der 2008 mit Bartóks 2. Violinkonzert bei der Neubrandenburger Philharmonie gastierte, wird sich dieser Aufgabe stellen. Unter Leitung von Stefan Malzew wird er mit dem Orchester Paganinis 1. Violinkonzert spielen. - Eine große Liebesgeschichte verbirgt sich hinter Hector Berlioz’ Symphonie fantastique. Wie nah sich dabei Himmel und Hölle sein können, zeigt deren tragischer Verlauf: Wie vom Komponisten überliefert, handelt das Werk von einem jungen Musiker, der sich im Zustand der „dunklen Sehnsucht“ verliebt. Als seine Gefühle von der Angebeteten nicht erwidert werden, nimmt der Künstler Opium. Die narkotische Wirkung ist jedoch zu schwach, um ihn ins Jenseits zu befördern. So träumt der Ärmste, er habe seine Geliebte getötet, sei deshalb zum Tode verurteilt, und werde jetzt zum Richtplatz geführt, wo er seiner eigenen Hinrichtung beiwohne. Die Sinfonie schließt mit einem Hexensabbat. - Berlioz schrieb dies Meisterwerk selbst als unglücklich Verliebter. Doch immerhin wurde sein (Liebes-)Flehen erhört. 1833, drei Jahre nach der Uraufführung der Symphonie fantastique, heiratete Hector Berlioz die von ihm heiß umworbene englische Schauspielerin Harriet Smithson. Für sie hatte er die „Idée fixe“, den Leitgedanken seiner Sinfonie ersonnen, der wie ein roter Faden das ganze Werk durchzieht.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Kristof Barati
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Do
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7.10.10, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Do
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7.10.10, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Fr
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8.10.10, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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So
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10.10.10, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
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Werke von Berlioz, Respigni, Castelnuovo-Tedesco, Tschaikowski
Hector Berlioz: Le carnaval romain op. 9 (Römischer Karneval)
Mario Castelnuovo-Tedesco: Klavierkonzert op. 46
Ottorino Respighi: Fontane di Roma
Mario Castelnuovo-Tedesco: Klavierkonzert op. 92
Peter Tschaikowski: Capriccio italien A-Dur op. 45
Das 3. Philharmonische Konzert führt nach Italien: Vor dem Hintergrund des römischen Karnevals spielt Hector Berlioz’ Oper „Benvenuto Cellini“, aus deren musikalischem Material er später eine Konzertouvertüre zusammenstellte. Nach diesem effektvollen Opening lässt Ottorino Respighi vier der berühmten römischen Brunnen vor dem „geistigen Auge“ der Zuhörer entstehen. Sein musikalischer Realismus geht so weit, dass man sich rasch „an Ort und Stelle“ fühlt. In der Partitur sind detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Sätzen enthalten, die von der Musik ausgemalt werden. Illustratives und Atmosphärisches findet sich in Respighis Tondichtung wieder. Das Ausdrucksspektrum reicht von einer visionären Morgendämmerung an der Fontäne in Valle Guilia über das quirlige Treiben mythologischer Geschöpfe am Tritonen-Brunnen, ehe dann Neptun „persönlich“ am Trevi-Brunnen auf einem von Seepferdchen gezogenen Wagen erscheint. Mit sanft melancholischen Tönen stellt sich schließlich der Abend ein, den der Hörer, von Vogelgezwitscher, Glockenklang und leisem Geplätscher begleitet, an der Fontäne der Villa Medici erlebt. Von einem unbeschwerten Aufenthalt in der Ewigen Stadt ist auch Peter Tschaikowskis Capriccio italien inspiriert, das mitreißende Volksweisen aus „Bella Italia“ verarbeitet. – Mario Castelnuovo-Tedesco wird vor allem Gitarren-Freunden ein Begriff sein, hat er doch zahlreiche Werke für das beliebte Zupfinstrument geschrieben. Der aus Florenz stammende Komponist hatte 1932 den spanischen Gitarristen Andrés Segovia auf einem Internationalen Festival in Venedig kennen gelernt, was sein Schaffen nachhaltig inspirierte: Heute gehören Mario Castelnuovo-Tedescos Werke für Gitarre solo zum Standardrepertoire für dieses Instruments! Ein Großteil seines Schaffens wartet jedoch noch darauf, (wieder-)entdeckt zu werden... Nachdem der Komponist, der jüdischer Herkunft war, 1939 aufgrund der faschistischen Rassengesetzgebung in die USA emigriert war, verlagerte sich sein Schaffensschwerpunkt: Im Auftrag der MGM Filmstudios schrieb er nun mehr als zweihundert Filmmusiken! Zu seinen Schülern zählt übrigens auch John Williams, der u. a. mit seinen Soundtracks für Steven Spielberg und George Lucas Weltruhm erlangt. Es ist das Verdienst von Pietro Massa, dass heute Abend die b e i d e n Klavierkonzerte seines Landsmannes aufgeführt werden können. Der in Berlin lebende italienische Pianisten hat nach intensiver Archiv-Recherche die für verloren gehaltene Partitur des 2. Klavierkonzertes von Mario Castelnuovo-Tedesco an der Fleischer Collection in Philadelphia (USA) wiederentdeckt. Bereits im September 2009 kam die europäische Erstaufführung des Werks mit Massa und den Berliner Symphonikern zustande. Im Zusammenhang mit den Aufführungen des 1. und 2. Klavierkonzertes von Castelnuovo-Tedesco mit der Neubrandenburger Philharmonie ist eine CD-Produktion geplant. Bereits 2008 hatte Pietro Massa gemeinsam mit dem Orchester aus der Vier-Tore-Stadt Busonis monumentales Klavierkonzert mit Männerchor eingespielt. Demnächst wird auch eine CD mit Werken von Martucci bei Capriccio erscheinen, die die Philharmoniker unter Leitung von Chefdirigent Stefan Malzew mit Pietro Massa am Klavier aufgenommen haben.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Pietro Massa
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Do
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11.11.10, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Do
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11.11.10, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
(*) Für die Neustrelitzer Abonnenten wird ein Konzertbus bereitgestellt.)
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Karten:
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online
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Fr
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12.11.10, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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Werke von Tschaikowski, Haydn, Strawinski
Peter Tschaikowski: „Der Nussknacker“ op. 71 a, Ballett-Suite
Joseph Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur
Igor Strawinski: Petruschka
Von jung und alt, groß und klein immer wieder gern gehört wird Peter Tschaikowskis Nussknacker-Suite, die so gut in die Weihnachtszeit passt. Das Ballett basiert auf E. T. A. Hoffmanns Novelle „Nussknacker und Mausekönig“, die in der Bearbeitung von Alexander Dumas in Russland sehr beliebt war. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Klara, das Heiligabend einen Nussknacker geschenkt bekommen hat. Um Mitternacht wird der hölzerne Geselle zu Leben erweckt und muss zusammen mit einer Kompanie Soldaten gegen den Mäusekönig kämpfen. Klara rettet den Nussknacker, der sich nun als Prinz entpuppt und sie in das Reich der Süßigkeiten mitnimmt. Welch schöner (Kinder-)Traum! Und welch schöne Musik hat Tschaikowski für diese märchenhafte Geschichte ersonnen. Erinnert sei nur an den Glockenzauber der Celesta im „Tanz der Zuckerfee“, an das Flötentrio im „Tanz der Rohrflöten“ oder aber an den „Blumenwalzer“, einen der schönsten Walzer der russischen klassischen Ballettliteratur überhaupt! - Igor Strawinski war zeitlebens ein großer Bewunderer Peter Tschaikowskis. Zum 35. Todestag des Maestros schuf er im Auftrag der in Paris lebenden russischen Tänzerin Ida Rubinstein das Ballett „Der Kuss der Fee“. In dem Tschaikowski gewidmeten Werk hat Strawinski dessen Lieder und Klavierstücke in freier Adaption zu einer irrealen, winterlichen Liebesgeschichte nach Andersens Märchen „Die Eisprinzessin“ zusammengeführt. - Ganz oben auf der Hitliste des klassischen Repertoires steht die mitreißende Ouvertüre zur Oper „Donna Diana“ von Emil Nikolaus Reznicek. Der österreichische Komponist vereint in seiner Musik Wiener Charme mit dezent spanischem Kolorit. Seine brillante Instrumentierung ist reich an eingängigen Melodien. – Viel Wohllaut und Festlichkeit verspricht auch Haydns Trompetenkonzert, vor allem wenn es von einem so renommierten Musiker wie Wolfgang Bauer interpretiert wird! Der Trompeter wurde erst 2009 als Instrumentalist des Jahres mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Am Pult der Neubrandenburger Philharmoniker steht der David Wroe, der Musikdirektor des Westfield Sinfonieorchesters New Jersey. Der gebürtige Brite und amerikanische Staatsbürger arbeitet u. a. eng mit dem Boston Symphony Orchestra zusammen, das er in Tanglewood und in Konzertsälen dirigiert. Wtoe war Finalist beim Ersten Bernstein International Conducting Competition.
Gastdirigent:
David Wroe
Solisten:
Wolfgang Bauer
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Do
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9.12.10, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Do
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9.12.10, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
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online
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10.12.10, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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So
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12.12.10, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
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Werke von Lutoslawski, Larsson, Schumann
Witold Lutoslawski: Little Suite
Lars Erik Larsson: Konzert für Saxofon und Streicher op. 14
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 ("Rheinische Sinfonie")
Witold Lutoslawski wurde früh als „Klassiker der Moderne“ apostrophiert und von progressiven sowie konservativen Kreisen gleichermaßen akzeptiert. Während der Stalin-Ära, die sich nach dem II. Weltkrieg auf den gesamten Ostblock auswirkte, musste er sich jedoch den staatlich verordneten Doktrinen des Sozialistischen Realismus unterordnen. Erst im Zuge des politischen Tauwetters wurde eine schöpferische Auseinandersetzung mit der westlichen Avantgarde möglich. Anfang der 1950er Jahre wurde Lutoslawskis Erste Sinfonie noch als formalistisch eingestuft und verboten. Der Komponist wich in „niedere Gefilde“ aus, schrieb überwiegend „Gebrauchsmusik“: Kinderlieder, Stücke für Anfänger, Zyklen für kleine Ensembles. Es entstand eine ganze Serie von Werken, die auf folkloristischen Themen beruhen. Aus jener Zeit datiert auch die Kleine Suite, ein Auftragswerk vom Warschauer Rundfunk. Die neoklassizistisch anmutende Komposition basiert auf Volksmelodien aus dem Dorf Machów, östlich von Krakau, die Lutoslawski für seine Zwecke leicht modifizierte. – Die Biographie Lars Erik Larsson blieb von ideologisch motivierter Reglementierung verschont. Der aus Schweden stammende Zeitgenosse Lutoslawskis studierte u. a. bei Alban Berg in Wien und zeigte sich offen für Ideen seriellen und polytonalen Komponierens. Von 1937 bis 1954 arbeitete er als Dirigent, Komponist und Produzent beim schwedischen Rundfunk. Als Kompositionsprofessor an der Stockholmer Musikhochschule bezog er eher konservative Positionen. Von 1961 bis 1965 wirkte Larsson als Musikdirektor an der Universität von Uppsala. Sein 1934 entstandenes Saxofonkonzert ist Sigurd Rascher gewidmet, der nach seiner Emigration aus Deutschland Saxofonprofessor in Malmö wurde. Das Werk ist eindeutig ein Kind des 20. Jahrhunderts - enorme Höhenlagen, extreme Registerwechsel, zwei hochvirtuose Solokadenzen sowie Rhythmen und Spieltechniken des Jazz lassen das Konzert - in moderatem Sinne - modern erscheinen. Die 1990 in der Ukraine geborene Saxofonistin Asya Fateyeva, die bereits bei neun internationalen Wettbewerben einen Ersten Preis erhielt, wird den anspruchsvollen Solopart in Larssons Konzert übernehmen. - Seine 3. Sinfonie, die so genannte „Rheinische“, schrieb Robert Schumann im November / Dezember 1850 in Düsseldorf, wo er das Amt des städtischen Musikdirektors inne hatte. Der Beiname ist ein Indiz dafür, dass das Werk entscheidend von der rheinischen Landschaft, von Land und Leuten inspiriert wurde! In diesem Zusammenhang dürfen auch zwei Reisen in das benachbarte Köln nicht unerwähnt bleiben. Zusammen mit seiner Frau besuchte Schumann dort am 29. September den Dom, der ihn zutiefst beeindruckte, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fertiggestellt war. Dass im Herbst in der Kathedrale die Kardinalserhebung von Erzbischof Geissel stattfand, animierte ihn, einen Sinfoniesatz mit Religioso-Charakter zu schreiben. Mit diesem vor dem Finale erklingenden Satz erweiterte Schumann das traditionelle Sinfoniemodell zur Fünfsätzigkeit. Bereits bei der Uraufführung wurden die einzelnen Sätze der Sinfonie mit Zwischenbeifall bedacht, war dem Werk Erfolg beschieden.
Musikalische Leitung:
MOL Romely Pfund
:
Asya Fateyeva
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Do
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13.01.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Do
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13.01.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Fr
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14.01.11, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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So
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16.01.11, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
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Werke von Mozart, Beethoven
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Es-Dur KV 543
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73
Beethovens Fünftes und zugleich letztes Klavierkonzert stammt aus der Zeit der napoleonischen Besetzung Wiens. „Welch zerstörendes, wüstes Leben um mich her, nichts als Trommeln, Kanonen, Menschenelend in aller Art“, hatte der Komponist 1809 an seinen Verleger Breitkopf & Härtel geschrieben. Sein Klavierkonzert scheint da eher ein hoffnungsvoller Gegenentwurf zu den katastrophalen kriegerischen Zuständen in der Donaumetropole zu sein. So vermutete man alsbald, das dem Konzert ein geheimes Programm innewohne: Der erste Satz wurde musikalisch als Heldenmut gedeutet, der zweite als religiös gefärbte Zusprache angesehen und das Finale als Siegesgewissheit der patriotischen Bewegungen gegen Bonaparte ausgelegt. Sicher sind solcherlei Mutmaßungen gleichermaßen reizvoll wie problematisch. Ganz sicher aber sollte das Klavierkonzert nicht Napoleon verherrlichen. Der im englischen Sprachraum bis heute übliche Beiname „The Emperor“ (Kaiser, Imperator) ist zweifellos fehl am Platz, hatte sich Beethoven längst von seinem einstigen Idol distanziert. Nach dem lyrischen, mehr introvertierten Vierten Klavierkonzert hat Beethoven mit seinem Fünften ein der Öffentlichkeit zugewandtes heroisches Werk geschrieben. Der klangliche Reichtum sowie die Ausgewogenheit in der Behandlung von Klavier- und Orchesterpart war für viele Komponisten im 19. Jahrhundert beispielgebend. Am auffälligsten bezieht sich Franz Liszt mit seinem Ersten Klavierkonzert auf das Beethoven-Konzert. Für den Solopart konnte Oliver Triendl gewonnen werden. Der 1970 in Bayern geborene Pianist studierte u. a. bei Gerhard Oppitz und Oleg Maisenberg. Er gastierte bereits bei zahlreichen renommierten Orchestern, darunter die NDR-Radio-Philharmonie, die Münchner Philharmoniker und das Mozarteum-Orchester Salzburg. 2006 gründete der Pianist das Internationale Kammermusikfestival „Fürstensaal Classix“ in Kempten/Allgäu.
Im zweiten Teil des Konzertabends gelangt Mozarts Sinfonie Es-Dur KV 543 zur Aufführung, die zu den drei letzten Werken dieser Gattung im Schaffen des Maestros zählt. Einen Auftraggeber hat es offenbar nicht gegeben. So entstanden die Sinfonien vermutlich für eine vom Komponisten geplante Akademie, von der man aber nicht weiß, ob sie tatsächlich stattgefunden hat. Mag sein, dass sich Mozart mit einem repräsentativen Orchesterkonzert dem Wiener Publikum in Erinnerung bringen wollte, nachdem sein „Don Giovanni“ hier kühl bis ablehnend aufgenommen worden war. Die Sinfonie ist von einer „gesunden, sich bis zum Übermut steigernden Daseinsfreude“ erfüllt, schrieb der Musikhistoriker Hermann Abert in seiner Mozart-Biographie. Doch unterscheidet sich diese Heiterkeit grundlegend von der naiv volkstümlichen Haydns. Es ist die um ihre Vergänglichkeit wissende Schönheit selbst, die dem Werk Tiefe verleiht.
Jin Wang wird die Neubrandenburger Philharmonie als Gast leiten. Der gebürtige Chinese studierte in Peking und später in Wien Dirigieren. Seine Lehrer waren unter anderem Karl Österreicher, Leopold Hager, Zubin Mehta und Leonard Bernstein. Vor allem Bernstein prägte sein musikalisches Selbstverständnis in hohem Maße. Der Dirigent gewann acht international bedeutende Wettbewerbe in Europa, darunter der »Prager Frühling«, und der Internationale Arturo-Toscanini-Wettbewerb in Parma/ Italien. Als 1. Kapellmeister der Komischen Oper Berlin von 2003 bis 2006 leitete er neben zahlreichen Repertoirewerken wie »Don Giovanni«, »Die Zauberflöte«, »La Bohème« und »Rigoletto« auch mehrere Premieren ( z. B. »Albert Herring«) in Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren wie Andreas Homoki, Willy Decker und Peter Konwitschny. In der vergangenen Saison dirigierte er »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« an dem Berliner Opernhaus.
Gastdirigent:
Jin Wang
Solisten:
Oliver Triendl
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Do
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3.02.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Do
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3.02.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Fr
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4.02.11, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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So
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6.02.11, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
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Kooperation mit der jungen norddeutschen philharmonie
Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem Kahlen Berge
Peter Tschaikowski: Klavierkonzert b-Moll op. 23
Igor Strawinski: Le Sacre du Printemps
Meisterwerke der russischen Musikgeschichte erklingen im 7. Philharmonischen Konzert. Mit der „Nacht auf dem Kahlen Berge“ hat Mussorgski „zum ersten Mal in einem größeren Werk sein eigenes Gesicht gezeigt“. So jedenfalls sah es der Komponist selbst. Sehr effektvoll setzt er „heulende Chromatik“ und wild rotierende Ostinati ein, um so die Hässlichkeit der Hexen und deren Satansverehrung in der Johannisnacht musikalisch einzufangen. – Peter Tschaikowski schrieb eine ganze Reihe konzertanter Werke. Neben einem Violinkonzert und den Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester komponierte er auch zwei Klavierkonzerte, von denen das erste Weltruhm erlangen sollte. Tschaikowski konnte „ausnehmend gut“ Klavier spielen, wie sein Freund, der Musikkritiker Laroche berichtet. Er bewältigte sogar „Stücke von erheblicher Schwierigkeit“. Doch mit seinem b-Moll-Klavierkonzert schockte er sogar erfahrene Pianisten wie Nikolai Rubinstein: Dieser hielt das Werk für unspielbar und riet dazu, es umzuarbeiten. Doch darauf ließ sich Tschaikowski nicht ein. Stattdessen schickte er die Partitur Hans von Bülow zur Ansicht und bestimmte ihn als Widmungsträger. Am 25. Oktober 1875 gelangte das Konzert im fernen Boston zur Uraufführung mit Bülow am Klavier. Seither hat Tschaikowskis Klavierkonzert weltweit Furore gemacht. Ja, es dauerte gar nicht lange, bis Rubinstein sein hartes Urteil revidierte und selbst als Interpret zur Erfolgsgeschichte des Werkes beitrug. - Für den anspruchsvollen Solopart hat die Neubrandenburger Philharmonie den erfahrenen Pianisten Robert Leonardy gewonnen. Der hatte als jüngstes Kind einer hochmusikalischen Familie zunächst eher sportliche als musikalische Ambitionen. Allerdings war Prof. Fritz Griem, seinem ersten Lehrer an der Saarbrücker Musikhochschule, sofort das „verwilderte Ausnahmetalent“ des damals Vierzehnjährigen aufgefallen. Später studierte Leonardy in Frankfurt bei Prof. Erich Flinsch. Mit Erfolg: Der Pianist errang wichtige Preise auf internationalen Klavierwettbewerben, spielte in allen großen Musikzentren Europas. Anfangs wegen seiner „späten Laufbahn“ von den großen Dirigenten eher als „Quereinsteiger“ betrachtet, konnte sich Robert Leonardy später nach Auftritten in London, Berlin und München - von der Kritik wegen seiner „außergewöhnlichen Anschlagskultur, profunden Musikalität und stupender Technik“ mit glänzenden Rezensionen versehen - endgültig durchsetzen. - Von einem heidnischen Ritual erzählt Igor Strawinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“ – „Das Frühlingsopfer“. Angeregt von einem Gedicht aus der Sammlung „Jar“ (dt. Keimzeit, Lebenssaft) hatte der russische Komponist im Frühjahr 1910 „die Vision einer großen heidnischen Feier: alte weise Männer sitzen im Kreis und schauen dem Todestanz eines jungen Mädchens zu, das geopfert werden soll, um den Gott des Frühlings günstig zu stimmen.“ Die Uraufführung von „Le Sacre du Printemps“ am 29. Mai 1813 im Pariser Théatre des Champs-Elysées ging als einer der größten Skandale in die Musik- und Theatergeschichte ein. Doch schon nach kurzer Zeit erkannte man die Sonderstellung dieses Werkes von Igor Strawinsky, das man durchaus als echten „Klassiker des 20. Jahrhunderts“ bezeichnen kann.
Mit seiner Vielfalt an rhythmischen Raffinessen, den zahlreichen Taktwechseln und metrischen Verschiebungen, der Polyrhythmik und den ostinaten Rhythmus-Figuren, denen motivische Bedeutung zukommt, kann man in dem Ballett wahrhaft von einer Entfesselung des Rhythmus als „Urkraft“ sprechen. Riesige (polytonale) Klangflächen alternieren mit transparenteren Volkslied- und Volkstanzintonationen. Aufgeführt werden kann das riesig besetzte Werk nur Dank der Mitwirkung der jungen norddeutschen philharmonie – ein willkommener Anlass, die im letzten Jahr im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern begonnene Kooperation fortzusetzen.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Robert Leonardy
Mitwirkende: junge norddeutsche philharmonie , Neubrandenburger Philharmonie
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Do
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10.03.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Do
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10.03.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Sa
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12.03.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
(*) für die Neustrelitzer Abonnenten wird ein Konzertbus bereitgestellt. )
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Karten:
Email
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online
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Werke von Moeran, Rachmaninow
John Ernest Moeran: Violoncellokonzert
Sergej Rachmaninow: Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27
Die Musik des britischen Komponisten Ernest John Moeran ist hierzulande kaum bekannt. Doch lohnt es sich durchaus, seinen Werken Beachtung zu schenken! Moeran steht in der selben lyrisch geprägten Tradition wie Ralph Vaughan Williams und Frederick Delius. Sein Schaffen wurde wesentlich vom englischen Volkslied beeinflusst und erhielt Anregungen aus der Natur und Landschaft Englands und Irlands. Für seine spätere Ehefrau, die Cellistin Peer Coetmore, hatte der Komponist 1943/44 das auf dem Programm stehende Konzert geschrieben. In einem Brief an die Umworbene aus dem Jahre 1943 heißt es: “Nun schreibe mir bitte und sage mir, Du freutest Dich, wenn ich ein Konzert ganz allein für Dich schriebe. Ich gebe Dir mein Versprechen, dass ich mein ganzes Herz hineinlegen werde. Es wird mir auch um einiges besser gelingen als das Violinkonzert. Gib mir nur Deinen Segen zu dem Projekt, dann werde ich mit einem wirklich glücklichen Plan vor Augen in den Kerry-Bergen wandern.” Am 25. November 1945 wurde Moerans Cellokonzert im Capitol Theatre in Dublin mit Peers Coetmore als Solistin mit riesigem Erfolg uraufgeführt. Auch in London machte das Werk bei der Zweitaufführung 1996 Furore. Warum es nicht längst zum gängigen Repertoire der großen Cellisten gehört, verwundert. Reinhard Bellmann, der Solocellist der Neubrandenburger Philharmonie, hat sich mit großem Engagement für eine Aufführung des Konzertes eingesetzt und wird nun selbst den Solopart interpretieren. - Die 2. Sinfonie von Sergej Rachmaninow entstand 1906/07 während eines längeren Dresden-Aufenthaltes. Zu der Zeit war die Orchestermusik noch fest in der Spätromantik verankert, was Werke wie Schönbergs „Gurrelieder“ oder Debussy „Images“ belegen. Für Rachmaninows Sinfonik war Tschaikowski das große Vorbild. Seine „Zweite“ enthält eine Fülle schwelgerischer Themen, die ihrerseits ungewöhnlich umfangreich sind.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Reinhard Bellmann
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Do
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7.04.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
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Do
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7.04.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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8.04.11, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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10.04.11, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
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Werke von Dupre und Honegger
Marcel Dupre: Sinfonie g-Moll für Orgel
und Orchester
Arthur Honegger: 3. Sinfonie („Symphonie liturgique“)
Arthur Honegger war einer der Protagonisten der französischen Komponistengruppe „Les Six“, die sich auf der Suche nach Klarheit, Einfachheit und Klassizität bewusst von der romantischen und impressionistischen Musik abwandte. Wie er selbst bekannte, war es sein Wunsch, „eine Musik zu schreiben, die für die große Masse der Hörer verständlich ist und doch soweit frei von Banalitäten, dass sie auch noch die wirklichen Musikfreund zu fesseln vermag“. Daran hat er sich zeitlebens gehalten! Seine 3. Sinfonie, die „Symphonie liturgique“, komponierte er 1945 als Reflexion auf den gerade zu Ende gegangenen II. Weltkrieg. Charles Munch, der die Uraufführung 1946 in Zürich dirigierte, schrieb ein ausführliches Programm zum musikalischen Inhalt. Darin heißt es: „Der erste Satz lässt die Vision des Jüngsten Gerichts erstehen. Ein riesiges Orchesteraufgebot stürzt auf den Hörer ein, das schließlich in einen düsteren Posaunenchoral mündet - eine breitausgesponnene endlose Melodie, die an die Worte der Totenmesse gemahnt: ‚Aus der Tiefe rief ich Herr zu Dir!’ Der Schlusssatz beginnt als gemessener Marsch (‚Aufzug der Roboter gegen den zivilisierten Menschen, die Menschenschlange vor der Türe des Kaufladens, die nie enden wollenden unnützen Formulare und Reglementierungen’), der schließlich in ein pastorales Idyll mit Flöten- und Streicherarabesken mündet. - Eröffnet wird der Konzertabend von Marcel Duprés Orgelsinfonie g-Moll, deren Solopart der Kantor der Johanniskantorei Neubrandenburg Tobias Frank übernehmen wird. Der französische Komponist wurde 1886 in Rouen geboren und wurde bereits mit 12 Jahren Titualorganist an der Kirche Saint-Vivien seiner Heimatstadt. 16jährig besuchte er das Pariser Conservatoire und errang unter seinen Lehrern Charles-Marie Widor und Alexandre Guilmant erste Preise für Orgel, Klavier und Fuge. 1914 erhielt Dupré den begehrten Prix de Rome für seine Kantate „Psyché“. Nach dem I. Weltkrieg begann seine internationale Karriere als Orgelvirtuose, wobei er sich auch einen Namen als Improvisator machte. 1926 wurde Dupré Professor für Orgel am Conservatoire in Paris. Zu seinen Schülern zählen u. a. auch Jean Langlais und Olivier Messiaen. Als Komponist knüpft er an die großen Meister der Orgelmusik (Bach!) an. Seine farbenreiche Harmonik basiert auf kontrapunktischen Kombinationen.
Solisten:
Tobias Frank
Mitwirkende: Dirigent: N. N.
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Do
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12.05.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Do
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12.05.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
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online
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Fr
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13.05.11, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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So
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15.05.11, 19:30
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Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
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Beethoven
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Beethovens Violinkonzert erzielte bei seiner Uraufführung am 23. Dezember 1806 im Theater an der Wien kaum mehr als einen Achtungserfolg. Dass das Werk überhaupt halbwegs wohlwollend aufgenommen wurde, verdankt es in erster Linie der Beliebtheit des Geigers Franz Clement, der es damals interpretierte. Der Rezensent der „Wiener Theater-Zeitung“ gestand dem Konzert „manche Schönheit zu“, bemängelte aber, dass der Zusammenhang oft ganz zerrissen scheine. Es ist vor allem das Verdienst von Joseph Joachim, das das Konzert letztendlich doch die ihm gebührende Anerkennung fand. Der Geiger spielte das Werk in zahlreichen europäischen Städten. So avancierte Beethovens Opus doch noch posthum zum klassischen Violinkonzert par excellence im 19. Jahrhundert! – Ganz anders stellt sich die Rezeptionsgeschichte von Beethovens 7. Sinfonie dar, die schon bei ihrer Uraufführung euphorisch gefeiert wurde. Zum Erfolg wesentlich beigetragen hat sicher nicht zuletzt der zeitgeschichtliche Kontext. Die Sinfonie erklang zusammen mit „Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria“ am 8. und 12. Dezember 1813 in den Musikalischen Akademien zugunsten der in der Schlacht bei Hanau verwundeten Österreicher und Bayern. In Anbetracht der Begeisterung für die antinapoleonischen Befreiungskriege wird oft der kämpferisch-nationale Ton des Werkes hervorgehoben. Über das Zeitgeschehen hinaus weist Richard Wagners Interpretation der Siebten als einer „Apotheose des Tanzes“.
Musikalische Leitung:
Stefan Malzew
Solisten:
Viviane Hagner
Mitwirkende: Solist in Neubrandenburg: N. N., Violine , Solistin in Güstrow:
Viviane Hagner, Violine
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Do
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9.06.11, 10:00
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Do
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9.06.11, 19:30
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Konzertkirche Neubrandenburg
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Karten:
Email
/
online
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Fr
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10.06.11, 19:30
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Unterwegs
(Ernst-Barlach-Theater Güstrow)
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