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Der Schlossgarten

Der Architekt, Kunstgärtner und Baumeister Christoph Julius Löwe, der zwischen 1726 und 1731 bereits den Bau des Neustrelitzer Schlosses geleitet hatte, begann 1732 damit, einen Schlossgarten anzulegen. Er gehört ohne Zweifel zu den schönsten Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die barocke Anlage wurde nach 1820 (bis auf die auf das Schloss ausgerichtete Hauptachse) neu bepflanzt. Nach der Zerstörung des Schlosses 1945 ist nun die Orangerie im Nordosten das Hauptgebäude der Anlage. Nördlich schließt sich die Götterallee an. Neun Statuen antiker Götter und allegorischer Figuren sind von ehemals zweiundzwanzig in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschaffenen Sandsteinplastiken erhalten geblieben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die Schlossauffahrt mit mindestens zehn Skulpturen auf hohen Podesten, Zinkkopien antiker griechischer Skulpturen. Fünf davon sind erhalten geblieben. Der westliche Parkteil ist ein beschaulicher Landschaftspark. Auf einer künstlichen Anhöhe befindet sich ein gartenarchitektonisches Kleinod: der Luisentempel. 1891 wurde der Gedächtnisbau für die allseits beliebte preußische Königin nach dem Vorbild antiker Tempel errichtet. Im Inneren steht eine Nachbildung des zweiten Sarkophags mit der Grabfigur der Verstorbenen.

Der Blick auf die einmalige Silhouette der Schlosskirche, die heute als eine weithin beachtete Plastikgalerie genutzt wird, verleihen dem Park außerdem einen hohen Reiz. Die Schlosskulisse war bereits Schauplatz zirzensischen Verwandlungszaubers, wurde aber im Januar 2013 wieder zurückgebaut.

Seit 2001 ist der Schlossgarten Spielort der größten deutschen Operetten-Festspiele.

Dabei beleben die Ensemble des Musiktheaters und des Schauspiels, die Neubrandenburger Philharmonie, die Deutsche Tanzkompanie und viele Neustrelitzer Bürger als Statisten den Schlossgarten mit ihren künstlerischen Leistungen.