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Jan Vogler | Violoncello
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Seit er sich seinem Instrument verschrieben hat, arbeitet Jan Vogler beständig daran, das Farbspektrum seines Celloklangs auszudehnen und verfeinert im ständigen Dialog mit renommierten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten seine musikalische Sprache — mit aller Leidenschaft und immer auch mit dem nötigen Maß Risiko. Die New York Times bewunderte Jan Voglers „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“. Im Oktober 2006 erhielt Jan Vogler den Europäischen Kulturpreis in der Sparte Musik. Er ist seit Oktober 2008 Intendant der Dresdner Musikfestspiele.

Die Saison 2008-09 hält im Herbst eine internationale Tournee mit der Sächsischen Staatskapelle unter Fabio Luisi bereit, die sie neben Konzerten in Dresden auch in die USA führen wird. Weitere Engagements führen ihn zum Vancouver Symphony Orchestra, zur Bachwoche Würzburg, nach Mannheim und mehrere Male nach München, u. a. für die Uraufführung eines Vogler gewidmeten Cellokonzerts von Udo Zimmermann mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auch seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Martin Stadtfeld wird mit zahlreichen Duo-Abenden fortgesetzt. Höhepunkte der Saison 2007-08 waren das Debüt beim Chicago Symphony Orchestra und beim Philadelphia Chamber Orchestra. Zu den deutschen Orchestern, die ihn 2007-08 verpflichteten, gehörten die Deutsche Radio Philharmonie, das Philharmonische Orchester Freiburg, das mdr-Sinfonieorchester oder auch das Münchener Kammerorchester.

Jan Vogler, der heute mit seiner Frau und beiden Töchtern sowohl in Dresden als auch New York lebt, begann seine Karriere als erster Konzertmeister Violoncello in der Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine erfolgreiche Tätigkeit als Solist zu konzentrieren. Zu deren Höhepunkten zählen ganz sicher die Auftritte mit dem New York Philharmonic, sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche im November 2005 unter Lorin Maazel, bei der er die Uraufführung der Berceuse for Dresden des englischen Komponisten Colin Matthews gestaltete. Jan Vogler spielt ein Cello von Domenico Montagnana ‘Ex-Hekking’ von 1721.

Jan Voglers Orchesterrepertoire beinhaltet neben sämtlichen bekannten Werken für das Violoncello auch so ausgefallene Stücke wie das Cellokonzert „Dunkle Saiten“ des Komponisten Jörg Widmann, das Jan Vogler gewidmet ist, die Konzerte von Barber, Graf, Hasse, Bürger oder auch das hochvirtuose Konzert von Michael Haydn.

Zu Jan Voglers vielseitigen kammermusikalischen Aktivitäten zählen neben dem Moritzburg Festival, dessen künstlerischer Leiter er ist, regelmäßige Konzerte mit Partnern wie Hélène Grimaud, Martin Stadtfeld und nicht zuletzt Louis Lortie. Gerade mit letzerem verbindet ihn die Liebe zu außergewöhnlichen Programmen wie beispielsweise einem „Liedprogramm“ mit Werken von Wagner und Liszt.

2003 begann Jan Voglers erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Sony Classical mit einer Einspielung von Strauss’ Don Quixote und der Romanze mit der sächsischen Staatskapelle Dresden unter Fabio Luisi. Die preisgekrönten Früchte dieser Kooperation sind u. a. die Aufnahme des Cellokonzerts von Dvořák mit dem New York Philharmonic unter David Robertson (u. a. Diapason d’or und Choc — Le Monde de la Musique) sowie zwei Mozart-Einspielungen mit Künstlern des Moritzburg Festivals (ECHO Klassik). Letztere enthalten u. a. zwei von Jan Vogler selbst wieder entdeckte Raritäten: von Mozart-Zeitgenossen für Streichquartett bearbeitete Suiten aus Le Nozze di Figaro und der Zauberflöte, die zweite gewann 2006 den ECHO Klassik. Erwähnung verdienen ebenso die bei Berlin Classics erschienenen Einspielungen der Cellokonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Aufnahme der Cellokonzerte von Robert Schumann und Jörg Widmann (ECHO Klassik „Bester Instrumentalist“ 2002). Für seine CD „My Tunes“ hat Vogler Encores eingespielt, und im September 2007 wurde „Concerti Brillanti“, seine Aufnahme frühklassischer Cellokonzerte mit dem Münchener Kammerorchester und Reinhard Goebel veröffentlicht. Gerade erschienen ist seine neue CD „Tango!“ mit Tango-Kompositionen für verschiedene Besetzungen, aufgenommen mit Künstlern des Moritzburg Festivals.

PR2classic, September 2008